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Kant |
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Ausgangspunkt von Emmanuel Kant |
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Nicht nur in der Erkenntnistheorie, sondern auch in der Ethik mit dem Grundlagenwerk Kritik der praktischen Vernunft und in der Ästhetik mit der Kritik der Urteilskraft sowie bedeutenden Schriften zur Religions-, Rechts- und Geschichtsphilosophie schuf Kant eine neue, umfassende Perspektive in der Philosophie, welche die Diskussion bis ins 21. Jahrhundert maßgeblich beeinflusst. Beginn der modernen Philosophie
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Emmanuel Kant |
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Immanuel Kant (* 22. April 1724 in Königsberg; † 12. Februar 1804 in Königsberg) war einer der bedeutendsten Philosophen. Sein Werk Kritik der reinen Vernunft kennzeichnet einen Wendepunkt in der Philosophiegeschichte und den Beginn der modernen Philosophie. aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Die vier Kantischen Fragen |
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Kant hat sich vier Fragen gestellt und diese zu beantworten versucht: 1. Was kann ich wissen? – In seiner Erkenntnistheorie 2. Was soll ich tun? – In seiner Ethik 3. Was darf ich hoffen? – In seiner Religionsphilosophie 4. Was ist der Mensch? – In seiner Anthropologie
http://de.wikipedia.org/wiki/Kant#Die_vier_Kantischen_Fragen
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Anthropologie |
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Mit der Frage „Was ist der Mensch?“ setzte sich Kant vorwiegend empirisch auseinander. Ab 1773 begann er mit der Vorlesung zur Anthropologie als neuem Fach an der Universität, nachdem er schon Physische Geographie 1755 als Lehrfach eingeführt hatte. Diese Vorlesungen haben im philosophischen Werk keinen unmittelbaren Niederschlag gefunden, bilden aber unbezweifelbar einen wesentlichen Hintergrund für Kants Denken. Er betrachtete diese Art von Vorlesungen, zu denen auch die über Pädagogik zu rechnen ist, als Propädeutik für den Übergang zur Universität als Vermittlung von Weltweisheit, die mehr die empirischen Phänomene und ihre Gesetze zum Gegenstand hatte als die ersten Gründe. Dabei sollten diese Vorlesungen unterhaltsam und niemals trocken sein. Neben einschlägigen philosophischen Werken (Montesquieu, Hume) verarbeitete Kant vor allem aktuelle Literatur und Reiseberichte, entwickelte also seine Vorstellungen anhand der Berichte Dritter, um verbunden mit eigener Beobachtung und guter Menschenkenntnis ein möglichst umfassendes Menschenbild zu zeichnen. Kants Interesse galt dabei nicht der physiologischen Anthropologie, also dem „was die Natur aus dem Menschen macht“, sondern der Frage „was er als freihandelndes Wesen aus sich selber macht, oder machen kann und soll.“ (Anthropologie, AA 119). Frühe Arbeiten zu diesem Themenkreis waren Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen (1764), Über die Krankheit des Kopfes (1764) und Über die verschiedenen Rassen der Menschen (1775). Hinzuzuzählen sind auch die Schrift Mutmaßlicher Anfang der Menschheitsgeschichte (1786) sowie Teile der religionsphilosophischen Arbeiten. Quasi eine Zusammenfassung bildet die als Spätwerk geltende Anthropologie in pragmatischer Hinsicht (1798), die vor allem auf der (letztmaligen) Anthropologievorlesung im Winter 1795/96 beruht. Im Gegensatz zu seinen theoretischen Schriften ist die Anthropologie „pragmatisch“. Während der kategorische Imperativ absolute Gültigkeit beansprucht, ist ein pragmatischer Imperativ auf einen Handlungszweck orientiert. Der moralische Imperativ ist eine Frage der reinen praktischen Vernunft; der pragmatische Imperativ fällt hingegen in den Bereich der empirischen Naturlehre (Vgl. MdS, A 12). Pragmatisch heißt die Anwendung des theoretisch gewonnenen Wissens der Erkenntnistheorie, der Moralphilosophie und auch der ästhetischen Urteilskraft auf den Bereich der empirischen Erfahrungen. Betrachtet man den Inhalt von Kants Anthropologie, so handelt es sich nicht um eine Philosophische Anthropologie, wie solche im 20. Jahrhundert ausgearbeitet wurden, sondern fällt nach modernem Verständnis in die Wissenschaftsbereiche von Psychologie, Neurowissenschaften, Ethnologie und Volkskunde (neuerdings: Kulturanthropologie und Historische Anthropologie). Der erste Teil des Buches, die Anthropologische Didaktik, befasst sich mit dem Vermögen der Erkenntnis, des Gefühls und des Begehrens. Dabei behandelte Kant Fragen des Selbstbewusstseins, des Wahrnehmungsapparates, des Vorstellungsvermögens, Fragen der Lust und der Unlust, die Unterscheidung von Verstehen und Urteilen oder die Prinzipien der Assoziation. Im zweiten Teil, der Anthropologischen Charakteristik, beschrieb Kant Charaktereigenschaften und wie der Mensch diese entwickeln kann. Dabei thematisierte er die einzelne Person, die Geschlechterunterschiede, Völker, Rassen und die Menschheit als Ganzes und versuchte dabei, durch Klassifikationen Strukturen zu erarbeiten und zu vermitteln. Themen waren beispielsweise die traditionelle Lehre von den Temperamenten, die Frage der Veranlagung von Eigenschaften (Vererbung) und der Denkungsart. Frauen sah Kant als gefühlsbetont und geschmacksorientiert und weniger rational als Männer. Den fünf „großen europäischen Nationen“ (Franzosen, Engländer, Spanier, Italiener und Deutsche) wies er typische Nationalitätenmerkmale zu. Und schließlich klassifizierte er die Menschen mit dem Begriff Race und teilte ähnlich wie kurz zuvor Linné die Menschheit in vier „Rassen“. Kant bildete dabei eine Hierarchie, an deren Spitze die Weißen standen, gefolgt von den gelben Indianern (Bewohner von Indien), denen die „Negers“ untergeordnet waren, während die „kupferfarbigen“ Amerikaner das Ende bildeten. Entsprechend der Hierarchie sah Kant abnehmende geistige und soziale Fähigkeiten. Eine wesentliche Ursache meinte er in den klimatischen Bedingungen zu finden. Am Schluss der Anthropologie grenzte Kant den Menschen vom Tier ab durch das Vermögen der Vernunft, mit der der Mensch in der Lage ist, das Böse zu überwinden und zu einer Humanität zu gelangen, welche die Menschheit als Gemeinschaft von Weltbürgern vereint. Viele der empirischen Aussagen Kants in seiner Anthropologie erweisen sich aus heutiger Sicht als unhaltbar und durch Vorurteile geprägt. Mit modernen Maßstäben wurde Kant auch als Chauvinist und Rassist eingestuft[2], vor allem weil es schon zu seiner Zeit Stimmen gab, die modernere Auffassungen als Kant vertraten. Andererseits erfüllte Kant den Anspruch der Aufklärung, indem er sich bemühte, ohne systematische Vorlage die Themen zu erfassen und in den systematischen Diskurs der Universität einzubringen. Dabei sind manche Positionen auch heute noch bedenkenswert.
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