Geomantie oder Geomantik (altgr. geo = Erde, mantie = Weissagung, also in etwa Weissagung aus der Erde). Geomantie im sogenannten traditionellen Sinne ist eine seit langem in einigen Kulturen und Religionen verbreitete Methode des Hellsehens. Man nimmt das arabische Nordafrika als Ursprungsort an. Im zwölften Jahrhundert gelangte die Geomantie durch lateinische Übersetzungen arabischer Werke nach Europa und wurde in der Zeit der Renaissance zu einer beliebten Methode der Wahrsagung. Heute ist die Geomantie im ursprünglichen Sinn in Europa verschwunden. Der Begriff wird für andere Methoden verwandt, zum Beispiel in Zusammenhang mit den sogenannten Ley-Linien, die eher den chinesischen Feng Shui ähneln.
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Radiästhesie (lat. radius, »Strahl«, griech. aisthanomai, »empfinden«) bezeichnet eine paranormale Strahlenfühligkeit und Strahlenempfindlichkeit. Die dabei postulierten Strahlungen sind genauso wie deren Wahrnehmung durch Lebewesen nicht nachgewiesen.
Mitte des 19. Jahrhunderts setzte der Wiener Neurologe und Universitätsprofessor Moritz Benedikt Wünschelruten zum Auffinden der von ihm postulierten „pathogenen Orte“ ein.[2] 1929 führte der deutsche Naturforscher Gustav Freiherr von Pohl das Konzept der Erdstrahlen ein, wobei er von unterirdischen Wasseradern ausging, die für Menschen, Tiere und Pflanzen schädliche Strahlung aussenden würden, die die Erdoberfläche durchdringt und von besonders begabten Menschen (Radiästheten) aufgespürt werden könnte.[2] Zwischen 1930 und 1945 erreichte die „Strahlungssucherei“ ihre Hochblüte, und der Abbé Alexis Timothée Bouly prägte in seinem um 1931 veröffentlichten Werk La Radiesthésie ou comment devenir expert... die Bezeichnung „Radiästhesie“. Daneben wurde auch der Begriff „Geopathie“ für die angeblich gesundheitsschädliche Wirkung bestimmter Orte eingeführt[2] In den 1950er Jahren erweiterte sich das „schädliche Strahlenspektrum“ noch um jene, von den beiden Ärzten Manfred Curry und Ernst Hartmann postulierten und nach ihnen benannten, „globalen Feldlinien-Gitternetzen“ welche in NO-SW- und NW-SO-Richtung mit einem Linienabstand von rund 3 m (Currynetz), beziehungsweise in N-S- und O-W-Richtung mit einem Abstand von rund 2,5 m (Hartmannnetz) verlaufen sollen. Mehr dazu bei: http://de.wikipedia.org/wiki/Geopathologie
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