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Vier-Elemente-Lehre des Empedokles |
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Die vier Grundcharaktären |
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In der Antike unterschied die Humoralpathologie der Hippokratiker, aufbauend auf der Vier-Elemente-Lehre des Empedokles, vier verschiedene Charaktere: den Melancholiker, Choleriker, Sanguiniker und Phlegmatiker.
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Melancholiker |
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Als Melancholiker (von altgriechisch: μέλας, gesprochen: melas, deutsch: schwarz und χολή, gesprochen: [χolæ], deutsch Galle) wird in der heutigen Umgangssprache, ausgehend von der Temperamentenlehre der Hippokratiker, ein zu Schwermut, Trübsinn und Traurigkeit, Misstrauen und Kritik neigender Mensch bezeichnet. Im positiven Sinn werden ihm auch die Eigenschaften der Verlässlichkeit und Selbstbeherrschung zugeschrieben. Hildegard von Bingen schreibt "Von den melancholischen Weibern. Andere Weiber haben mageres Fleisch, dicke Adern, mäßige Knochen und mehr rotblaues als blutfarbenes Blut, und haben ein Antlitz wie mit blauer oder schwarzer Farbe durchsetzt u.s.w." (Quelle: Gutenberg-DE) Nach Eysenck ist das melancholische Temperament durch die Kombination von emotionaler Instabilität mit Introversion gekennzeichnet. Die Entstehung der Charaktereigenschaften eines Menschen wird von der heutigen Persönlichkeitspsychologie allerdings differenzierter beurteilt; an ihrer Ausbildung sind viele andere Faktoren beteiligt.
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Choleriker |
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Als Choleriker (von altgriechisch: χολή, gesprochen: [χolæ], deutsch: Galle) wird in der heutigen Umgangssprache, ausgehend von der Temperamentenlehre der Hippokratiker, ein leicht erregbarer, unausgeglichener und jähzorniger Mensch bezeichnet. Im positiven Sinn werden die Charaktereigenschaften eines Cholerikers auch als willensstark, furchtlos und entschlossen beschrieben. Nach Eysenck ist das cholerische Temperament durch die Kombination von emotionaler Instabilität mit Extraversion gekennzeichnet. Die Entstehung der Charaktereigenschaften eines Menschen wird von der heutigen Persönlichkeitspsychologie allerdings differenzierter beurteilt; an ihrer Ausbildung sind viele andere Faktoren beteiligt.
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Sanguiniker |
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Als Sanguiniker (von lateinisch: sanguis, deutsch: Blut, siehe Viersäftelehre) wird in der heutigen Umgangssprache, ausgehend von der Temperamentenlehre der Hippokratiker, ein heiterer, lebhafter und „leichtblütiger“ Mensch bezeichnet. Weiterhin wird er auch als phantasievoll, gesprächig und optimistisch beschrieben. Als negative Eigenschaften werden ihm Oberflächlichkeit und häufige Exzesse zugeschrieben. Nach Eysenck ist das sanguinische Temperament durch die Kombination von emotionaler Stabilität mit Extraversion gekennzeichnet. Die Entstehung der Charaktereigenschaften eines Menschen wird von der heutigen Persönlichkeitspsychologie allerdings differenzierter beurteilt; an ihrer Ausbildung sind viele andere Faktoren beteiligt.
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Phlegmatiker |
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Als Phlegmatiker (von griechisch: φλέγμα, gesprochen: [flegmɑ], deutsch: Hitze; Schleim) wird ein Mensch bezeichnet, der langsam, ruhig und schwerfällig ist. Dem Phlegmatiker sei häufig alles egal. Im positiven Sinn wird er auch als friedliebend, ordentlich, zuverlässig und diplomatisch beschrieben. Nach Aristoteles ist ein Phlegmatiker in ethischer Hinsicht unzulänglich und damit sittlich minderwertig. Denn in Hinblick auf die menschliche Empfindung der Zornesregung folge der Phlegmatiker nicht dem sittlich tugendhaften Weg der Mitte, der sich in einem ruhigen, aber bestimmten Verhalten äußere, sondern dem Extrem des Zuwenig, dem Phlegma. Ebenso falsch verhalte sich dieser Position nach der jähzornige Mensch, der dem gegenteiligen Extrem verfallen ist, dem Jähzorn. Aristoteles äußerte diese Ansicht in seinem bedeutenden Werk Nikomachische Ethik im Kontext der Definition einer ethischen Tugend (arete). Für diese gelte, in Relation zwischen eigenen Handlungen und Empfindungen stets die rechte Mitte in Bezug zu sich Selbst zu finden. Eben dieser rechten Mitte sei der Phlegmatiker mit seinem Verhalten fern und verhalte sich damit, der aristotelischen Ethik folgend, sittlich untugendhaft. Nach Eysenck ist das phlegmatische Temperament durch die Kombination von emotionaler Stabilität mit Introversion gekennzeichnet. Die Entstehung der Charaktereigenschaften eines Menschens wird von der heutigen Persönlichkeitspsychologie allerdings differenzierter beurteilt; an ihrer Ausbildung sind viele andere Faktoren beteiligt. Nach Oscar Hausdörfer ist es das oberste Gebot eines stotternden Menschen, ein Phlegmatiker zu werden. Der Phlegmatiker hat seine Nerven stabil und beobachtet sein Sprechen nicht daraufhin ängstlich, ob er es kann.
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