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Das Gehirn ist platisch |
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Das Gehirn lässt sich trainieren |
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Das Gehirn lässt sich nicht wie ein großer Muskel trainieren "Neurobics" – Aerobic fürs Gehirn: Die Idee klingt verlockend: Knifflige Denksport-Aufgaben regelmäßig und mit steigendem Schwierigkeitsgrad am Computer üben – das stärkt die grauen Zellen, hält das Gehirn jung, oder macht es bei Älteren gar wieder jünger! Das versprechen seit einigen Jahren immer mehr kommerzielle "Gehirntrainings-Programme". Das Konzept scheint vom Muskeltraining im Fitness-Studio vertraut: Systematisches, zeitlich überschaubares Üben in einer "künstlichen Umgebung" – und die Effekte kommen den Trainierenden rund um die Uhr im Alltag zugute: mehr Power, wo immer man sie braucht, mehr Schwung und Beweglichkeit und mehr "Jugendlichkeit". Tatsächlich sind diese Effekte beim Körper- und Kreislauftraining wissenschaftlich seit langem belegt – auch für ältere Menschen. Aber funktioniert Gehirntraining genauso?
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Das Gehirn ist plastisch |
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Das Gehirn ist plastisch
Das Gehirn kann man nicht wie einen Muskel trainieren. Anders als früher angenommen ist das Gehirn von Erwachsenen nicht "fest verdrahtet". Es verändert sich bis ins hohe Alter bei Lernvorgängen auch physisch. Diese Erkenntnis setzte sich vor rund 20 Jahren in den Neurowissenschaften durch. Das Gehirn reagiert plastisch, wie die Experten sagen. Doch diese Veränderungen sind viel komplizierter und schwieriger zu erforschen als die Auswirkungen von Muskeltraining. Mehr Masse ist beim Gehirn nicht gleichbedeutend mit mehr Leistung. Und im Gehirn finden wesentlich vielschichtigere Abläufe statt, als der simple Muskeldualismus von Kontraktion und Entspannung. Die Frage, ob Gehirntraining am Computer funktionieren kann, ist deshalb auch für Wissenschaftler nicht so einfach zu beantworten. Doch eins wissen sie inzwischen sicher: Obwohl das Gehirn plastisch reagiert, kann man es nicht wie einen Muskel trainieren.
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>>> Mehr |
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http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2008/0422/003_gehirntraining.jsp oder http://www.daserste.de/wwiewissen/beitrag_dyn~uid,ucwf0m0m3lo4ens1~cm.asp
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Stressbewältigung |
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Stressbewältigung ist ein permanenter Lernprozeß. Auf welchem Wege geschieht nun die Aufnahme und Verarbeitung von neuen Informationen?
Unser Gehirn nimmt Informationen zunächst im emotionalen Gedächtnisspeicher des Limbisches System mit dem Mandelkern als Zentrum auf. Hier werden Gefühle und Sinneseindrücke verarbeitet und sensorisch gespeichert. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Hippocampus mit seinen Lern- und Denkfähigkeiten. Hier werden die weitergeleiteten Eingangssignale nach Häufigkeit und Ähnlichkeit geordnet. Neurobiologen sprechen auch von „Karten“, weil die Großhirnrinde aufgrund ihrer internen Struktur die eingehenden Informationen kartenförmig speichert. Diese „Karten“ sind nicht statisch, sondern dynamisch, d. h. sie ändern sich entsprechend dem „Input“, der vom Limbischen System - dem emotionalen Gedächtnisspeicher - übermittelt wird. Diese Vorgänge sind meßbar. Nimmt der Mensch die fremde Situation wahr, nähert er sich dem Fremden an, beginnt sein Gehirn, diese Situation anderen, ähnlichen Erfahrungen, vergleichbaren Situationen, die er im Laufe seiner Entwicklung erlebt hat, zuzuordnen. Vom rechten Hirnareal, in dem unsere intuitiven Erfahrungen gespeichert werden, werden nun blitzschnell Signale von „angenehm/ungefährlich“ oder „unangenehm/gefährlich“ dem linken Teil unseres Gehirns zugespielt, in dem dann ein Abgleich und eine Zuordnung nach Ähnlichkeit und Häufigkeit beginnt:
Kenne ich ähnliche Situationen? Wann? Wie oft? Wie habe ich damals schon einmal erfolgreich reagiert? Wie sieht das angemessene Handlungsschema für diesen Fall aus? Über das menschliche Daten-Such-System, die Nervenbahnen mit ihren neuronalen Netzwerken, kommt jetzt ein blitzschneller Datenaustausch zustande. Jede neue Situation wird danach beurteilt, ob sie in etwa bereits Erlebtem gleicht. Ist dem so, dann findet das Gehirn in seinem rationalen Gedächtnisspeicher nun auch den passenden Begriff dazu. Wir sagen: wir haben das begriffen. Die alten Erfahrungen können schnellstens reaktiviert werden und Handlungsmodelle liefern, um auch mit dieser neuen Situation angemessen und erfolgreich umzugehen. Jetzt ist die neue Situation entschärft.
Sie hält keine bösen Überraschungen mehr bereit. Wir haben sie ausgekundschaftet. Wir kennen uns nun aus. Wir haben begriffen, einen Begriff dafür gefunden, also sprachlich erfaßt und „bedacht“, also gedanklich verarbeitet und archiviert (s. Trauma-Grafik 2). Die Angstgefühle, Mißempfindungen (Druck, Enge) und die sie begleitenden Körpergefühle von Stress verschwinden. Dieser Prozeß des Wahr-Nehmens läuft im Laufe unseres Lebens viele Millionen Male ab. Es ist ein ständiger Anpassungsprozess an die Herausforderungen unserer Umwelt. Wir nennen das Lernen. Unser ganzes Leben ist auf Lernen ausgerichtet. Wir lernen lebenslang. Und bei jeder Lektion haben wir eine gewisse Portion Angst und Stress zu bewältigen.
Was geschieht aber, wenn diese „Portion“ einfach zu groß ist, der Stress nicht vollständig abgebaut werden kann - also chronisch wird - und das Gehirn in stän-diger Alarmbereitschaft bleibt? (s.Tabelle Stressreaktionen akut und chronisch). Chronischer Stress führt in letzter Konsequenz zum Zelltod. Durch die modernen Bild gebenden Verfahren können Hirnforscher dem Gehirn praktisch bei seiner Arbeit zuschau-en, und sie können Stressreaktionen bildlich darstellen. Dadurch konnte nachgewiesen werden, daß schwere, dauerhafte Stressbelastungen - wie auch chronische psychische Erkrankungen - zu Schäden im Gehirn führen, die das Gehirn verformen und in seinen Funktionen beeinträchtigen. Aus diesen Untersuchungen wissen wir, daß chronischer Stress in letzter Konsequenz einzelne Zellen absterben läßt. Das ist die schlechte Nachricht.
Die gute Nachricht: Das Gehirn ist plastisch. Es paßt sich ständig den zu verarbeitenden Informationen an, d. h. daß neue Reize durch neue Verknüpfungen der Nervenzellen beantwortet werden. Das Gehirn kann also eine Verformung - z. B. durch Zellschädigung - wieder korrigieren, zumindest innerhalb gewisser Grenzen. Hirnforscher nennen das Neuroplastizität. Für stressgeplagte Menschen bedeutet das: Wir können durch neue Lebensgewohnheiten die krank machenden Auswirkungen von chronischem Stress nicht nur stoppen, sondern sogar umkehren.
Ein Training unserer Fähigkeiten, Stress zu bewältigen, lohnt sich also !!
Quelle: http://www.zeichennetzwerk.de/schnuppertexte4.htm
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Hirnschädigungen durch Training heilen |
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Eigentlich ist es nicht überraschend: Das Gehirn ist plastisch. Es verändert sich durch Dinge, die wir tun. Doch weil in unserer Zeit in übertriebenem Maße behauptet wird, das Gehirn müsse hauptsächlich durch Medikamente geilt werden, horcht man bei dieser Nachricht auf. In sehr beeindruckender Weise zeigen Ärzte in den USA und in Deutschland, wie verändertes Handeln zur Neubildung von Neuronen führt. Durch entsprechendes Training (z.B. mit der eigentlich „endgültig“ gelähmten Hand zu greifen versuchen) lernen andere Gehirnareale, die Funktionen der verletzten Gehirnbereiche zu übernehmen. Und zwar auch dann, wenn der Schlaganfall bereits mehrere Jahrzehnte zurücklag. Ähnliches zeigt sich auch bei schizophrenen Patienten. Wohlgemerkt gelingt das bei Patienten, die definitiv eine Gehirnverletzung erlitten haben. Im Licht dieser Erkenntnisse erscheint es erst recht widersinnung und unverantwortlich, Menschen ohne jede Verletzung einzureden, ihr Gehirn sei im Sinne von AD(H)S, Sucht, Aggressivität „gestört“ und sie könnten ihr Verhalten nicht ändern, da es ihnen von ihrem Gehirn diktiert werde. Dieser Ansatz steht Kopf: Es ist nicht sinnvoll, mit Medikamenten in riskanter Weise direkt auf das Gehirn einzuwirken. Statt dessen lässt sich nicht nur das Verhalten direkt ändern, sondern ein geändertes Verhalten wirkt tatsächlich zurück auf die Strukturen im Gehirn. Die Hypothese, dass ein AD(H)S-Kind entsprechende Gehirnstrukturen entwickelt, weil es sich impulsiv und unkonzentriert verhält, ist schon lange bekannt. Die o.g. Ergebnisse stützen ihre Umkehrung: Wer sich überlegt, beherrscht und konzentriert verhält, verändert damit auch sein Gehirn zum Besseren.
Quelle: http://www.wissenschaffer.de/WissenSchaffer%20Elternberatung%20und%20Seminare/WissensWert/9FF6AE66-CA3A-4B64-8B76-873601CCCC18.html
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