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NLP

Neurolinguistische Programmierung

Dieser Artikel beschreibt die Neurolinguistische Programmierung (kurz NLP) bzw. das Neurolinguistische Programmieren. Die daraus abgeleitete Form der Psychotherapie ist unter Neuro-Linguistische Psychotherapie (NLPt) beschrieben.
Neurolinguistische Programmierung (kurz NLP) ist Anfang der 1970er Jahre an der University of California in Santa Cruz entstanden und versteht sich als ein Modell der zwischenmenschlichen Kommunikation und einer Sammlung unterschiedlicher psychologischer Verfahren und Modelle, die zu einer effizienteren zwischenmenschlichen Kommunikation und Einflussnahme führen sollen.
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


Geschichte der NLP

Die neurolinguistische Programmierung wurde von dem damaligen Mathematikstudenten und späteren Psychologen Richard Bandler [2]und dem Linguisten John Grinder entwickelt. Grinder war zeitweise Assistent bei Gregory Bateson, dem ebenfalls ein Einfluss auf das NLP nachgesagt wird. Bateson distanzierte sich jedoch bald vehement von Grinder und Bandler.
Bandler und Grinder interessierten sich insbesondere für drei Therapeuten unterschiedlicher Ausrichtung, die zu ihrer Zeit ausnehmend erfolgreich waren, und versuchten, in deren Vorgehensweise herauszufinden, was sie in ihren Therapiegebieten so erfolgreich sein ließ: den Gestalttherapeuten Fritz Perls, die Familientherapeutin Virginia Satir und den Hypnotherapeuten Milton H. Erickson. Bandler und Grinder analysierten die Sprache und die Körpersprache dieser drei Therapeuten und versuchten, aus deren Vorgehen bestimmte Interventionstechniken herauszufiltern, die zusammen mit Erkenntnissen aus der Linguistik zum Grundstock der ersten NLP-Schule wurden. Ein eindeutig festgeschriebenes theoretisches Gerüst fehlt der NLP jedoch. [4]
Erste Berichte wurden in zwei Büchern Mitte der 1970er Jahre bekannt. [5] [6]. Bandler und Grinder kamen zunächst zur Entwicklung des PRS-Konzepts (von Preferred Representational System), das davon ausgeht, dass Menschen, individuell unterschiedlich, vorrangig über bestimmte Sinneswahrnehmung die Umwelt wahrnehmen. [7]. Im Jahre 1976 folgte aus der Analyse der Sprachstrukturen von Perls und Satir das Meta-Modell der NLP. Das Meta-Modell versteht sich als Sprachmodell, mit dem im NLP-Sinne Informationen über Gedankenmodelle des Kommunikationspartners gesammelt und ausgewertet werden, und das zwischen einer Oberflächen- und einer Tiefenstruktur menschlicher Kommunikation unterscheidet. 1979 folgte aus der Beobachtung des Hypnotherapeuten Erickson das Milton-Modell. Später kamen Untersuchungen an herausragenden Künstlern, Managern, Verkäufern, Pädagogen u.a. hinzu und erweiterten das NLP-Methodenbündel.
Die Zusammenarbeit der NLP-Begründer Bandler und Grinder endete 1980, und in den neunziger Jahren kam es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen ihnen um Markenrechte am Begriff NLP.[8] Die Werkzeuge des NLP werden seither vor allem außerhalb des akademischen Lehrbetriebes weiterentwickelt und laufend ergänzt.
Anfang der 1980er Jahre wurde die NLP auch in Europa populär, und es entstanden konkurrierende Ausbildungsinstitute mit verschiedenen Abschlüssen. Später wurden die Ausbildungsinhalte und die Ausbildungsdauer über nationale Verbände festgeschrieben (s.u.).


Vorannahmen

Ein zentrales Element der NLP sind die NLP-Vorannahmen, welche von Bandler und Grinder als Verhaltensgrundmuster beim 'Modellieren' erfolgreicher Persönlichkeiten erkannt wurden. Die 12 wichtigsten "Vorannahmen" sind:

Die Landkarte ist nicht das Gebiet. (s. Alfred Korzybski)
Menschen treffen innerhalb ihres Modells von der Welt grundsätzlich die beste ihnen mögliche Wahl.
Jedes Verhalten ist durch eine positive Absicht motiviert.
Das Akzeptieren einer subjektiv positiven Absicht ignoriert nicht die möglichen Auswirkung einer Handlung. Sie dient im beratenden Kontext dazu, ein negatives Selbstbild umzudeuten.
Menschen haben alle Ressourcen in sich, um jede gewünschte Veränderung an sich vorzunehmen. Zu ergänzen "... bis man an Grenzen stößt, z.B. physische Ursachen."
Der positive Wert eines Individuums bleibt konstant, aber die Angemessenheit des Verhaltens kann bezweifelt werden.
Es gibt in der Kommunikation keine Fehler oder Defizite. Alles ist Feedback.
Durch diese Vorannahme wird der Weg zur verletzungsfreien Annahme von Kritik eröffnet. Einseitige Schuldzuweisungen sind auch nach Paul Watzlawick (Interdependenz) grundsätzlich falsch.
Die Bedeutung der Kommunikation liegt in der Reaktion, die man erhält.
Nicht, was Du tust, zählt, sondern wie Deine Umgebung auf Dich reagiert.
Wenn etwas nicht funktioniert, tue etwas anderes.
Offen zu sein für alles, was funktioniert. Die Bereitschaft zur Suche nach Lösungsalternativen. Eine typische Konfusion wird hiermit erzeugt: "Es ist so!" - "Oder auch nicht!!"
In einem ansonsten gleich bleibenden System kontrolliert das Element mit den größtmöglichen Verhaltensmöglichkeiten das System.
Es wird Verhaltensflexibilität vom Berater eingefordert.
Widerstand beim Klienten bedeutet mangelnde Flexibilität auf Seiten des Beraters.
Es gibt immer einen dritten Weg.
Der Sinn jeder Kommunikation ist nicht die Absicht, sondern die Reaktion, die sie beim Gegenüber auslöst.
Diese Annahme korrespondiert mit dem Axiom von Paul Watzlawick: Wahr ist nicht, was A gesagt hat; Wahr ist, was B verstanden hat.
Wenn jemand etwas Bestimmtes tun kann, so ist es möglich, dieses Verhalten zu modellieren (nachzumachen) und es weiterzugeben.
Erfolgreiche Therapeuten usw. bauen ihre Kommunikation auf diesen Vorannahmen auf. Sie bildeten damals bei den 'modellierten' Personen die Voraussetzung für erfolgreiches Wirken. NLP vermittelt somit jetzt die Grundlagen, die einen Erfolg begünstigen.



Zweige des Baumes des Wissens

Die Naturwissenschaftler kennt die Zweige des Baumes des Wissens, aber nicht seine Wurzel. Die Mystiker kennen die Wurzel des Baumes des Wissens, aber nicht seine Zweige. Die Naturwissenschaft ist nicht auf die Mystik angewiesen und die Mystik nicht auf die Naturwissenschaft - doch die Menschheit kann auf keine der beiden verzichten.
(Fritjoy Capra) in seinem Buch "Das TAO DER PHYSIK" ISBN 3-502-67093-5




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